Sticken

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Die norwegische Art zu sticken

Das Sticken von Tischdecken, Kissenbezügen oder Gardinen ist mit der Hardangertechnik besonders kunstvoll. Ursprünglich kommt diese Stickkunst aus dem orientalischen Raum, mittlerweile ist jedoch die Variante aus Norwegen bekannter, vor allem, da sie dort heute noch praktiziert wird. Das Sticken im Hardangerstil wird im Zählen und Ziehen von Fäden durchgeführt. Besonders Tischdecken und Kissenbezüge eignen sich hervorragend für das Sticken in der Hardangertechnik.

Den besonderen Reiz der Hardangerstickerei machen die plastischen Zierstiche aus, die um das durch Ziehen entstandene Grundgerüst gestickt werden und die für die Hardangertechnik charakteristischen geometrischen Symbole und Motive. Für die Herstellung eines Tischtuchs im Hardangerstil benötigt man neben einer Schere und einer Pinzette zum Auftrennen und Herausziehen der Fäden, Stickgarn in der Farbe des zu bestickenden Tuches, einen stabilen Stickrahmen und Sticknadeln ohne Spitze. Traditionell wird die Hardangerstickerei auf grobem Leinenstoff angewandt, da sich dieser Stoff am besten für das Zähen und Ziehen eignet.

Zu Beginn einer Hardangerarbeit muss man zuerst das spätere Motiv und die Muster auf das Werkstück sticken. Hierzu eignen sich alle gängigen Stickstiche, vor allem der Platt- und der Kreuzstich. Nach dem Sticken der Motivränder beginnt man mithilfe einer spitzen Schere, die nicht benötigten Fäden des Materials innerhalb des Musters aufzuschneiden und aus dem Gewebe herauszuziehen. Die Gewebefäden werden dann mit Garn umwickelt, sodass die für die Hardangerarbeit typischen Stege entstehen.

Zum Sticken der Motive mit Platt- und Zierstichen sollte man Garn verwenden, dass eine ähnliche Farbe wie das Tuch besitzt, doch auch aus andersfarbigen Garnen (vorzugsweise Naturtönen), lassen sich herrliche Hardangerarbeiten sticken, an denen man aufgrund des Materials lange Zeit Freude hat.